100 Jahre Bentley Motors
Die Menschen hinter der Marke
Bentley. Dieser Name ist Mythos, Legende und Versprechen zugleich. Wie kein zweiter Automobilhersteller steht Bentley Motors für Performance, Handwerkskunst und Perfektion. Dieses Jahr feiert das Unternehmen seinen 100. Geburtstag. Ein Jubiläum, das vor allem den Menschen hinter der Marke zu verdanken ist. Grund genug, fünf von ihnen hier vorzustellen. Stellvertretend für die rund 4000 Mitarbeiter im englischen Crewe, die Bentley mit ihrer Hingabe und ihrem Können so außergewöhnlich machen.
Crewe in Großbritannien ist seit mehr als 75 Jahren der Stammsitz von Bentley. Alle Fäden laufen dort zusammen: Design, Forschung und Entwicklung, Engineering – und die Produktion der vier Modellreihen Continental, Flying Spur, Bentayga und Mulsanne.
John Paul Gregory
Leiter Exterior Design
John Paul Gregory, genannt „JP“, ist mit Leib und Seele ein „Bentley Boy“ – und das im besten Sinne. 2008 kam der studierte Designer nach Crewe. Zuvor war er unter anderem vier Jahre lang bei Volkswagen in Wolfsburg. Seit 2016 verantwortet er als Head of Exterior Design das Aussehen aller neuen Fahrzeuge von Bentley. Sein absoluter Traumjob: „Bentley ist meine Marke. Schon immer.“
Maxine Richardson
Spezialistin für Kreuzstichnähte
Maxine Richardson arbeitet seit 15 Jahren bei Bentley in Crewe. Sie ist die ungekrönte Königin des „Cross Stitch“, der aufwendigen Kreuzstichnaht, die auf Wunsch das Lederinterieur ziert, zum Beispiel an den Sitzen und am Lenkrad. Für die Produktion des Videos über ihre Arbeit nahm Maxine erstmals selbst hinter dem Steuer eines Bentley Platz – selbstverständlich einer mit „Cross Stitch“-Sitzen.
Kreuzstiche können nur von Hand in der für einen Bentley notwendigen Perfektion gesetzt werden. An den Nähten eines Continental GT sitzt Maxine rund 27 Stunden, an einem Mulsanne 37 Stunden, an einem Bentayga 42 Stunden. Die Gesamtlänge des verarbeiteten Fadens beim Bentley Mulsanne misst 135 Meter. Das entspricht der Höhe des London Eye, des Riesenrad-Wahrzeichens der englischen Hauptstadt.
Zuständig für Spezialaufträge im Hause Bentley ist die Firma Mulliner. Seit 1959 gehören die Spezialisten für die Umsetzung ausgefallener Wünsche zum Unternehmen. Erstmals tätig geworden für Firmengründer W.O. Bentley ist Mulliner bereits 1923, vier Jahre nach dem Start: Damals verpassten die Perfektionisten einem zweisitzigen Dreiliter-Bentley den letzten Schliff für einen Auftritt in London.
Martin Page
Leitender Ingenieur SUV-Plattform
Martin Page ist direkt von der Universität zu Bentley gegangen und verantwortet heute als „Engineering Plattform Leader“ den SUV Bentayga. In dieser Funktion ist er in eines der derzeit spannendsten Projekte von Bentley eingebunden: die Elektrifizierung der Marke. Erstes elektrisch angetriebenes Modell ist der Bentayga Hybrid. Weitere werden folgen – und das Leistungsversprechen von Bentley in neuer, nachhaltiger Form umsetzen. „Meine Motivation als Ingenieur bei Bentley zu arbeiten, ist es, Teil dieser großartigen Familie sein zu dürfen und ein fantastisches Auto auf die Straße zu bringen."
Der Bentley Bentayga Hybrid ist der erste elektrifizierte SUV im gehobenen Luxus-Segment – und der erste serienmäßig elektrisch angetriebene Bentley. Die kombinierte CO2-Emission (NEDC) beträgt nur 75 g/km. Die rein elektrische Reichweite liegt bei rund 50 Kilometern. Nach 2,5 Stunden ist der Akku an einer Schnellladestation wieder aufgeladen. Die entsprechende Wallbox hat Stardesigner Philippe Starck entworfen. Damit ist sichergestellt, dass die hauseigene Ladestation ähnliche Begehrlichkeiten weckt wie das Fahrzeug selbst.
Paul Williams
Direktor Motorenentwicklung
Paul Williams ist seit elf Jahren im Unternehmen und zuständig für den Fahrspaß bei Bentley: Als Leiter der Aggregate-Entwicklung (Director Powertrain Engineering) kümmert sich der Südafrikaner um alle Motoren und Antriebskonzepte, die aus den heiligen Hallen von Crewe auf die Straßen und Rennpisten dieser Welt kommen. Sein persönlicher Antrieb: „Die besten Motoren der Welt zu bauen. Für das ultimative Fahrvergnügen mit einem Bentley.“
Bentley steht für vollendeten Fahr- und Antriebskomfort. Die schiere Power und die unvergleichliche Ruhe – vor allem im Fond – sind selbst in diesem Segment eine Klasse für sich. Sie stehen für eine Form der Fertigung und Fortbewegung, die weit oberhalb dessen liegt, was unter den Begriff Luxusklasse fällt.
John Fisher
Leiter Holzverarbeitung​/​Innenausstattung
John Fisher, Head Of Wood Interior Trim, liebt Holz. Schon immer. Die Maserungen freizulegen, kleinste Ungereimtheiten zu erkennen, feinstes Furnier perfekt aufzubringen, all das ist eine tief empfundene Passion des Mannes, der seit 30 Jahren bei Bentley ist und sich vom einfachen Arbeiter zum Chef der Holzverarbeitung hochgearbeitet hat. Kein Bentley verlässt die Fertigung, ohne dass John Fisher einen letzten kritischen Blick aufs Armaturenbrett, auf die Mittelkonsole, das Handschuhfach oder die Türtafeln geworfen hat.
Die Kombination von feinster Handwerkskunst, die über Generationen weitergegeben wurde, mit technischem Know-How und modernster Technologie ist einzigartig für britische Highend-Automobilhersteller wie Bentley. Die Traditionsmarke ist ein herausragendes Beispiel für Heritage, höchste Ingenieurskunst und Fertigung vom Feinsten. Auch und erst recht was Hölzer betrifft.